Nach vielen Heimstunden, viel Planung und noch mehr Vorfreude war es am vergangenen Samstag, 18. April 2026 endlich so weit: Die Pfadfinder Bad Ischl haben den Pfadfinderwald gepflanzt. Im Rahmen des Projekts „Unser Pfadfinderwald – Wo Zukunft Wurzeln schlägt“ wurde gemeinsam mit den Österreichischen Bundesforsten ein rund 3,5 Hektar großes Waldstück zwischen Ebensee und Bad Ischl mit hunderten neuen Bäumen bepflanzt.
Rund 50 Kinder, Jugendliche und Erwachsene waren mit dabei – und alle hatten ein gemeinsames Ziel: anpacken, pflanzen und damit aktiv etwas für die Zukunft tun. Gepflanzt wurden unter anderem Vogelkirsche, Eberesche und Eiche, um die Artenvielfalt zu erhöhen und einen stabilen, zukunftsfähigen Mischwald zu schaffen.
Orientierung gefragt – zuerst musste der Wald gefunden werden
Ganz ohne Pfadfindertechnik ging es natürlich nicht: Nach dem Treffpunkt am Betriebsstandort der Bundesforste in Ebensee machten sich die älteren Pfadfinderinnen und Pfadfinder mit Karte und Kompass auf den Weg, um „ihren“ Wald überhaupt erst zu finden. Nach kurzer Orientierung und einem gemeinsamen Marsch war klar: Ziel gefunden – jetzt kann gearbeitet werden.
Viele Hände, viele Bäume
Am Standort angekommen, wurde nicht lange gezögert. Bäume wurden getragen, Pflanzplätze vorbereitet, Setzlinge eingesetzt und erste Daten dokumentiert. Überall wurde gearbeitet, geholfen und auch gelacht – genau so, wie man es sich bei einer Pfadi-Aktion vorstellt.
Dabei entsteht der Wald nicht nur durch die Pflanzung selbst. Ein Großteil entwickelt sich durch Naturverjüngung, also ganz von selbst. Heimische Baumarten wachsen nach, und durch die gezielte Ergänzung mit klimaresilienten Arten wird der Wald stabiler und vielfältiger.
„Gemeinsam etwas Bleibendes schaffen“
Für Initiator Philipp Stögner ist klar, worum es dabei geht:
„Unser Pfadfinderwald steht für mehr als nur Bäume pflanzen. Es geht darum, Zukunft aktiv mitzugestalten, Wurzeln zu schlagen und gemeinsam etwas Bleibendes zu schaffen. Die heutige Aktion zeigt, wie viel möglich ist, wenn viele Hände zusammenhelfen.“
Und jetzt beginnt die eigentliche Arbeit
Mit der Pflanzung ist ein großer Meilenstein erreicht – aber fertig ist das Projekt damit noch lange nicht. In den kommenden Jahren werden die Pfadfinderinnen und Pfadfinder „ihren“ Wald regelmäßig besuchen, beobachten, vermessen und begleiten.
Am Ende des Tages blieb vor allem eines: viele müde Beine, dreckige Hände – und das gute Gefühl, gemeinsam etwas Sinnvolles geschaffen zu haben.
Gut Pfad!
